Der Runenkrieg

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Der Runenkrieg

 

19 Sonnenwenden vor dem Runenkrieg, begab es sich, dass ein alter Bergbauer auf der Suche nach neuem Land, eine steinerne Runentafel gefunden hat.

Der Finder namens Gilbert, hatte sich auf die Insel im Golf begeben, um dort in der Mitte den Wald zu roden und einen neuen Acker anzulegen. Er war ein grastiger, alter Mann aus dem Norden der sich nicht um die Belange anderer kümmerte und ein Leben in Abgeschiedenheit gewählt hatte, nachdem er Frau und Kind an eine tückische Krankheit verlor.

 

Er ging nicht mehr zu seinen Wiesen am Berg und beendete sein bisheriges Leben, da den Mann alles an seine Familie erinnerte. Darum kam er auch auf diese unbewohnte Insel. Die Bäume waren ungewöhnlich stark. Die Rinde sehr hart und auch die Größe dieser sonst eher kleinen Baumart war höchst ungewöhnlich. Nachdem er die Mitte des Waldes endlich gerodet hatte, wollte er mit dem Pflügen beginnen. Der Boden war anfangs leichter zu pflügen als er es aus dem Norden, mit dem steinigen Boden gewohnt war. Auch stellte er eine seltsam hohe Zahl an Geziefer fest. Er hielt es für ein Zeichen für besonders nahrhaften Boden. Doch dann stieß er auf einen ungewöhnlich großen flachen Stein, nur wenige Handbreit unter der Erde. Dieser Stein breitete sich wie eine Art Plateau unter dem weichen Boden aus. Doch als Gilbert begann das Plateau frei zu legen, spürte er, dass es sich um keine natürliche Erhebung handelte. Anscheinend ging eine ungewöhnliche Kraft von dem Gestein aus. Immer mehr legte er von dem Stein frei und arbeitete sich in Richtung der vermeidlichen Mitte vor. Er stieß auf eine kleine Kuhle inmitten des Plateaus. Und dort fand er sie. Eine Tafel mit Runen. Gilbert hob sie auf. Er spürte auf einmal die Schmerzen der täglichen Arbeit nicht mehr und fühlte sich völlig erholt. Er betrachtete die Tafel eingehend und sah die reinen alten Runen die in die Tafel geschlagen wurden. Er starrte auf die makellosen Zeichen und war sich sicher: Die Götter haben diesen Ort geschaffen. Er legte an diesem Tag noch das ganze Plateau frei ohne sich zu überanstrengen und fasste den Entschluss die Tafel für sich zu behalten denn Sie hat offensichtlich besondere Kräfte.

 

Der alte, mürrische Mann wurde seit diesem Tag stets vitaler und die Kraft der Jugend kehrte wieder in ihn zurück. Das Wunder seiner neu gewonnenen Männlichkeit Trieb ihn immer wieder in das nächste Dorf um sich dort zu vergnügen. Doch die Bewohner waren neugierig. Sie merkten, dass mit dem eigentlich alten Mann etwas nicht stimmen konnte und sie redeten über ihn.

Als die Dorfbewohner den Alten eines Tages in die Taverne einluden, lockerten Sie sein Mundwerk mit allerlei Schmeichelei und Wein. Der Alte besiegte sie alle im Armringen. Einer nach dem anderen. Und seine Burst schwoll weiter an. Der Wein floss an diesem Abend überraschend schnell in die Krüge und die Kehlen hinunter. Im Rausch der Früchte prahlte er über seien Kräfte und seinen Götterhain. Er verriet schließlich voller Übereifer, worauf seine neu gewonnenen Kräfte seiner Meinung nach beruhten. Der alten Tafel der Götter.

 

Schon am nächsten Morgen fand man den alten Bergbauer erdolcht in einer Gasse.

Doch um die Tafel, die man von der Insel und dem Haus des Alten entwendete, entbrannte ein Kampf unter den Dorfbewohnern. Sie hatten sich den Zorn der Runentafel zugezogen. Wer für sie tötet, stielt oder lügt, der hat sein Glück verwirkt. Denn Sie darf nur gefunden, geschenkt oder geerbt werden.

Einer erschlug den anderen und das ganze Dorf geriet in Aufruhr. Häuser brannten und Menschen wurden gelüncht.

Der Bürgerkrieg blieb auch dem Nachbardörfern und sogar dem Jarl nicht lange verborgen und die Krieger des Jarls marschierten in das Dorf um für Ordnung zu sorgen. Die Tafel, die sich als Ursache für das Chaos herausstellte, wurde beschlagnahmt und dem Jarl überbracht. Doch die Gerüchte über die Runentafel verbreiteten sich inzwischen in den ganzen Landen. Viele machten ihren Anspruch auf die Tafel geltend. Die Magierakademie meinte, dass so eine mächtige Runentafel nur von Seran, dem Mächtigsten aller jemals gelebten Runenmeister, gefertigt werden konnte und so wollten auch sie die Tafel für sich. Der Jarl des Nordens nannte die Tafel sein Eigentum da der Berg Hammerhang zu mehr als der Hälfte auf seinem Land stehen würde und die Götter bekanntlich dort oben wohnten. Da die Tafel ganz eindeutig Göttlichen Ursprungs war stehe sie ihm natürlich zu. Natürlich nur um sie den Göttern zurück zu geben. Der Jarl der Westmark beanspruchte die Tafel für sich weil er der derjenige war der die Tafel vor der Zerstörung des Pöbels gerettet hat. Der Süden hatte keinen Grund vorgebracht um einen Anspruch geltend zu machen. Doch den Streit der anderen nutzte er, um seine Armeen ebenfalls in Stellung zu bringen. Der Jarl des Süden schloss ein Bündnis mit den Magiern da er sich sicher war, so als Sieger hervorzugehen und sich dann als Herrscher des ganzen Landes ausrufen zu können. Das Bündnis sollte natürlich nur bis zum Sieg halten. Danach hätte der Jarl den Magierturm angezündet und die Tafel wäre sein!

 

Und so mischte das ganze Land in irgendeiner Weise bei dem Krieg mit. Als erstes viel das Königshaus der Westmark durch die Hand des Nordens. Diesem folgte der Westen nach erbitterten Kämpfen gegen das große Bündnis der Magier und der Südmark. Als die Feinde niedergestreckt waren oder sich ergeben hatten, Richtete der Süden seine Lanzen auf die Magier. Doch diese haben sich die Kraft aus der Runentafel bereits zunutze machen können. Ihre Kraft reichte so aus, um den ersten Angriff aus dem Süden, auch in großer Unterzahl abwehren zu können. Doch der Krieg zwischen dem Süden und den Magiern, wurde weiter erbittert über eine Sonne ausgetragen. Die Magier nahmen Bestien aus dem dunklen Wald in ihre Dienste. Sie züchteten sogar ganz neue Kreuzungen aus den schlimmsten Kreaturen des Waldes um sie gegen den Süden zu hetzen. Der Süden schloss neue Bündnisse und machte den Armeen absurde versprechen um die Kriegstreiberei fortzuführen.

 

Dann, am 3 Tag der ersten Blätterzeit, nach 19 Jahren des Blutvergießens traten sich die beiden Armeen zu einer letzten gewaltigen Schlacht entgegen. Die Tafel war zu diesem Zeitpunkt wieder im Besitz der Magier nachdem sie ein paar Mal hin und her durch die blutigen Hände der Armeen ging. Diese große Schlacht ging in die Geschichte als „Die Schlacht der Roten Sonne“ ein. An diesem Tag ging die Sonne in roter Farbe auf und versank am Abend in einem Meer aus Blut und Fleisch. Die Schlacht war zu Ende und die Armeen lagen im Staub der Mittleren Steppen. Der vor eine halben Sonne gekrönte junge Isgart Südwind, König der Dorenmark, wartete durch das Schlachtfeld und ihm war klar, dass es seine letzte Schacht war und er nun zu den Göttern gehen werde um sich an die Seite seiner Väter und Krieger in die Met-Halle zu feiern.

 

Kein Kämpfer war übrig der sich noch für ihn in den Schlacht begeben könne. Die Verluste waren schon lange nicht mehr zu zählen. Zehntausende von Menschen, Zwergen, Elfen, Tauren, Magier und Bestien aller Art lagen ihm zu Füßen. Immer weiter wartete er durch den Sumpf aus Leichen. Der Großmeister der Magier kniete am Rand des Schlachtfelds im Blut seiner einst getreuen Freunde und Schüler. Der Traum von ewiger Jugend und Stärke hat unzählige Opfer gekostet und das Land in eine tiefe Verzweiflung getrieben. Das wurde den beiden, nun an diesem Ort und zu dieser Zeit, klarer als je zuvor. Sie schauten einander an und Ihre Augen waren erfüllt von Trauer und Schmerz. Ihnen war in diesem kurzen Moment als sich ihre Blicke trafen klar; Niemals mehr soll das Land eine solches Unheil wiederfahren. Der Krieg soll enden und die Welt wieder mit Leben gefüllt werden. Und so schlossen die Herren den Packt der Zwei. Zu diesem Zweck wurde die Runentafel säuberlich von Rodan dem Runenmeister gespalten und die Runen in einigen der neu errichteten Jarlhäuser verteilt. Die Macht der Tafel war dadurch nur nutzbar, wenn alle Runen wieder zusammen vereint werden. Einige Häuser hielten die Runen für einen Fluch und verzichteten auf die Steine. In diesen Gebieten wurde auch kein Runenfest gefeiert und auch keine Geschichten über die Kriege erzählt. Und so wurden die Steine in manchen Gebieten sogar ganz vergessen. Durch die Spaltung der Runen hat sich die Macht der Tafel auf jedes einzelne Stück verteilt. Die Runen verleihen dem Träger Vitalität und Lebenskraft in einem geringen Maße. Sie erheitern das Gemüt und verleihen so mehr Lebensfreude. Die Steine können so dem Träger zu besserer Gesundheit einem klareren Geist verhelfen. Durch die positive Wirkung der Steine waren die Jarls und der König, die in dem Besitz der Steine waren, zwar nicht länger am leben, aber sie hatten ein erfüllteres Leben. In Gedenken an den Krieg der Runen treffen sich die Jarls mit der Familie und ihren besten Kriegern, zusammen mit dem König, ein Mal im Jahr am 3. Tag der Blätterzeit um den Toten zu gedenken und den Eid, die Runen zu Ehren und zu beschützen, zu erneuern.

Der 3 Tag der ersten Blätterzeit, der Tag an dem Frieden in das Land einkehrte, wurde der neue Tag der Zeitrechnung in Dorenmark. Mond 0 n.R.

 

 

 

 

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