Wolle

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Wolle

 

Wolle gehört mit Sicherheit zu den ältesten Textilfasern vor allem in den kälteren Regionen. Wollfilze waren in Gebrauch, lange bevor die Menschheit anfing zu spinnen und zu weben.

Wie Seide oder Haare ist die Wolle eine sog. "Eiweißfaser, deren Bausteine aus Proteinen bestehen. Der innere Faserstamm besteht hauptsächlich aus Fibrillen, die von einer schuppenbesetzten Rindenschicht ummantelt sind.

Qualitätskriterien orientieren sich an der Feinheit der Wollfaser, wobei die Merino-Schafe die feinste und weichste Wolle liefern. Crossbreeds bringen gröbere Fasern, die für Streichgarne verwendet werden , sehr grobe Wollsorten werden für Teppiche verwendet.

Durch starke mechanische Einwirkung, stark konzentrierte (Wasch-) Laugen und Temperaturschocks öffnen sich die Schuppen wie bei einem Tannenzapfen und schieben sich ineinander, die Wolle verfilzt.

Die sog, Superwash- oder Filzfrei-Ausrüstung der Wolle soll genau dies verhindern, sodass Wolle in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Dies wird mit einer Kunstharzummantelung der Faser bewirkt damit sich die Schuppen nicht mehr öffnen können, wodurch die Wolle jedoch die meisten ihrer wunderbaren Eigenschaften verliert.

Zu diesen Eigenschaften gehört ihr erstaunliches Selbstreinigungsvermögen. Auch nach einer Nacht in der verräuchertsten Kneipe riecht ein Wollpullover wie frisch gewaschen, wenn er für einige Stunden an der frischen Luft hängt, ebenso neutralisieren sich Schweiß- und andere Gerüche und Bakterien verschwinden von alleine.

All dies sind Eigenschaften, die bis heute kaum erforscht sind und die eine ausgerüstete Wolle nicht mehr hat. Somit muss naturbelassene Wolle nur selten gewaschen werden und ist deshalb in Wirklichkeit wesentlich pflegeleichter und hygienischer als die waschmaschinenfeste Wolle.

Eulan und Mitin sind ein chemischer Mottenschutz, der oft bei Teppichböden , Schlaf-Stepp- und Wolldecken eingesetzt wird. Biologische Mottenmittel sind Lavendel, Zedern- und Arvenöl, womit man Schränke und Truhen einreiben kann.

Das gekräuselte Wollhaar besitzt eine hohe Dehnbarkeit und Elastizität, ist knitterfrei und kann bis 30% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich nass anzufühlen.

 

Wolle hat ein hohes Wärmerückhaltevermögen.

Wolle ist die ideale Faser für die kalte Jahreszeit, sowie für stark wärmebedürftige Menschen , wie Kinder und ältere Leute.

Das Wollsiegel ist übrigens kein unabhängiges Gütezeichen sondern ein Label, das nur für australische Wolle benützt werden darf.

 

Billige Wollstoffe sind oft aus Reißwolle (Lumpen), die man daran erkennt, das die Fasern kurz sind, keinen Glanz haben und die Stoffe filzig aussehen. Sie dürfen nicht als Schurwolle deklariert werden, sondern nur als Wolle.

Echte Wolle riecht beim Anzünden nach verbranntem Horn und verbrennt völlig zu Asche, synthetische Fasern hinterlassen klumpige Rückstände, riechen nach angeschmortem Plastik. Kunstharzausgerüstete Wolle hält Gerüche fest und fühlt sich hart an, wenn die Faser naß wird, reine Schurwolle bleibt weich.

 

 

 

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